1. Oktober 2025

BRD: Bundesweiter Fachkongress für Nierenkrankheiten
„Zeitenwende in der Nephrologie“
(PM). Unter dem Motto „Zeitenwende in der Nephrologie“ tauschen sich beim diesjährigen DGfN-Kongress rund 2.700 Spezialist:innen über aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse in der Nierenheilkunde aus. Die Leitung und Organisation der Veranstaltung, die vom 2. bis 5.10. in Berlin stattfindet, haben zwei Mainzer Nieren-Expertinnen und Experten übernommen: Als Tagungspräsidentin leitet Univ.-Prof. Dr. Julia Weinmann Menke, Direktorin der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der UM, den Kongress gemeinsam mit Prof. Dr. Jan Menne (KRH Klinikum Siloah / Hannover). Die Funktion des Tagungssekretärs hat PD Dr. Daniel Kraus, leitender Oberarzt an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der UM, inne.
Die Nephrologie (Nierenheilkunde) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit der Prävention, der Diagnostik, der Therapie und der Nachsorge von Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Auch die Durchführung von Blutreinigungsverfahren wie der Dialyse sowie die Betreuung von Patientinnen und Patienten vor und nach einer Nierentransplantation gehören zur Nierenheilkunde.
Als größte Fachtagung in Deutschland im Bereich der Nephrologie bietet der 17. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) den teilnehmenden Fachärztinnen, Wissenschaftlerinnen und medizinischen Fachkräften Gelegenheit, sich in etwa 130 Sitzungen und Workshops über aktuelle Themen und Trends zu informieren und auszutauschen sowie Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.
Der diesjährige DGfN-Kongress findet unter dem Motto „Zeitenwende in der Nephrologie“ statt. Im Fokus der Veranstaltung stehen der aktuelle Stand der Forschung und die neuesten Entwicklungen im Bereich der Nierenheilkunde. Präsentiert und diskutiert werden beispielsweise moderne medikamentöse Therapieansätze, das Thema Umwelt und Dialyse sowie die Frage, wie Künstliche Intelligenz und gentechnische Verfahren die Nephrologie verändern werden.
„In der Vergangenheit hat die Nephrologie immer wieder Medizingeschichte geschrieben, etwa mit der ersten Nierentransplantation und mit der Erfindung der Dialyse als Organ-Ersatztherapie. Dann folgte eine Phase, in der die ganz großen Fortschritte ausblieben. Aktuell erlebt die Nephrologie einen tiefgreifenden Wandel: Nach Jahren der therapeutischen Stagnation gibt es erfreulich viel Bewegung in unserem Verständnis von Nierenkrankheiten, in Diagnostik und Therapie. Es hat eine Innovationswelle eingesetzt, die nicht nur neuartige Medikamente umfasst, sondern auch neue Denkweisen und Versorgungskonzepte erfordert“, so das DGfN-Tagungspräsidium, dem die Mainzer Nieren-Experten Univ.-Prof. Dr. Julia Weinmann Menke und Priv.-Doz. Dr. Daniel Kraus angehören.
Der Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie und Transplantationsmediziner Dr. Kraus ist als leitender Oberarzt an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz tätig. Professorin Weinmann-Menke ist Direktorin der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. Die W3-Professorin für Nephrologie, Rheumatologie und Nierentransplantation ist darüber hinaus Direktorin des Gutenberg Nachwuchs Kollegs (GNK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und Akademische Direktorin der Mainz Research School of Translational Medicine (TransMed), der Graduiertenschule zur multidisziplinären Ausbildung in translationaler Biomedizin der JGU. Professorin Weinmann-Menke wurde 2024 ins Präsidium der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften) gewählt und ist Vorsitzende der Kommission Leitlinien der DGfN.
Wissen:
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Nierenärztinnen und Ärzte in Deutschland. Sie hat rund 3.000 Mitglieder. Ihre Ziele sind die Forschung, Fort- und Weiterbildung in der Nephrologie und die bestmögliche Versorgung von Menschen mit Nieren- und Hochdruckkrankheiten sowie die Stärkung des Fachgebiets. Seit 2009 veranstaltet die DGfN eine jährliche Tagung.