Oberösterreich Beitrag

1. Mai 2026

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Patientensymposium 2026 | Windischgarsten

Bei herrlichem Frühlingswetter fand unser beliebtes Patientensymposium heuer schon am letzten April-Wochenende im bewährten Sperlhof in Windischgarsten statt.

Am Anfang stand wieder eine Bewegungseinheit mit Heidi, die mit uns einen kleinen Spaziergang rund um den Sperlhof machte. Dabei konnten wir die wunderschöne Gegend genießen und uns mit netten Gesprächen auf die kommenden beiden Tage einstimmen. Unsere Gelenke und Muskeln wurden durch Übungen mit Tennisbällen mobilisiert und trainiert – dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz!

Nach einer Kaffeepause mit einem wunderbaren Kuchenbuffet begrüßte Obmann Rudi Brettbacher unsere Referenten und dankte ihnen für ihr Kommen und ihre Vorträge.

OA Dr. Jakob Ebner: „Auf Herz und Nieren“ – Zucker, Cholesterin und Blutdruck

Risikofaktoren sind:

  • Arteriosklerose
  • Zucker: ab 35 Jahren 3 x jährlich Kontrolle des Nüchternblutzuckers empfohlen
  • Bluthochdruck: behandelter Blutdruck sollte meist unter 130/80 mm/Hg liegen
  • Cholesterin: ausschlaggebend ist das LDL, Zielwert hängt von Alter und Art der Erkrankung ab. Es gibt sehr wirksame unterschiedliche Medikamente, die je nach Verträglichkeit und Empfehlung des Arztes verschrieben werden
  • Eisenmangel

Die beste Art der Vorbeugung ist hinlänglich bekannt: Vorsorgeuntersuchungen, Bewegung mit Ausdauer- und Muskeltraining, salzarme und abwechslungsreiche gesunde Ernährung, Gewichtsabnahme, Rauchstopp

OA Dr. Raphael Sieghartsleitner: „Osteoporose bei Niereninsuffizienz“

Der Weg zur Diagnose:

  • Früherkennung: Identifikation von Risikofällen durch klinische Faktoren oder Fragilitätsfrakturen
  • Basisdiagnostik: Anamnese, körperliche Untersuchung und Laborausschluss sekundärer Ursachen
  • Risikobestimmung: Berechnung anhand von FRAX (Einbeziehung von Alter, BMI, Vorfrakturen, Rauchen etc.) und modifiziert von Risikofaktoren zur Berechnung des 10-Jahres-Risikos.
  • DXA Messung: Bestimmung der Knochendichte

Individuelle Risikobewertung ermöglicht eine gezieltere Therapieentscheidung und Behandlung. Sport, Kraft- und Koordinationstraining sowie Kalzium und Vitamin D wirken sich positiv auf den Erhalt der Knochensubstanz aus. Im fortgeschrittenen Stadium werden wirksame Medikamente verordnet, eine Überprüfung der Therapieentwicklung ist angezeigt.

Am Sonntag Vormittag kamen wieder die Angehörigen zum Zug und waren zum Vortrag von Eva Steiner zum Thema „Resilienz – wie kommt man in schwierigen Situationen gestärkt heraus“ eingeladen.

Resilienz bedeutet, mit negativen Gedanken und Situationen umzugehen und sie kann trainiert und erlernt werden.

Die 7 Säulen der Resilienz:

  • Akzeptanz: es gibt Dinge die man nicht ändern kann, auch wenn die SORGE überwiegt, aber auch Dinge, auf die wir Einfluss haben – nach Alternativen suchen
  • Optimismus
  • Lösungsorientierung
  • Eigenverantwortung: aus der Opferrolle aussteigen
  • Netzwerk: es ist wichtig Kontakte zu suchen, zB Familie, Verein, Freunde …
  • Zukunftsplanung: machbare Ziele setzen, die Erfolgserlebnisse zulassen: „Jetzt ist es erreicht!“
  • Selbstreflexion

Wie kann ich meine Resilienz stärken?
Machen was mir gut tut, wenn möglich eine Auszeit gönnen, zB in die Natur gehen (ein 20-minütiger Spaziergang im Wald ohne Gedankenkarussel kann Wunder wirken), auch mal NEIN sagen, soziale Kontakte …

Herzlichen Dank unseren Vortragenden für die interessanten und informativen Vorträge!

Wie jedes Mal bei unserem beliebten Symposium kam neben der Information auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz. Ob am Samstag bei der Kaffeepause auf der sonnigen Terrasse, nach den Vorträgen beim Abendessen oder am Sonntag beim Mittagessen – es boten sich viele Gelegenheiten, um sich mit lieben Bekannten und Freunden zu unterhalten und sich auszutauschen. Wir freuen uns aufs nächste Mal in zwei Jahren und hoffen auf zahlreiche Teilnahme.