16. Dezember 2025

Dialyse – Nierenersatztherapie
Wenn die Nieren versagen, kann eine Dialysebehandlung ihre Funktion ersetzen und den Körper von Schadstoffen und überschüssigem Wasser befreien. Man spricht auch von einer „Blutreinigung“ oder „Blutwäsche“. Die beiden wichtigsten Dialyseverfahren sind die Hämodialyse und die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse). Beide Verfahren nutzen vor allem das physikalische Prinzip der Diffusion.
Bei der sogenannten Hämodialyse wird das Blut außerhalb des Körpers gereinigt. In der Regel findet die Behandlung in einem Dialysezentrum statt. Über einen Gefäßzugang, meist am Unterarm, wird das Blut in das Dialysegerät und von dort wieder zurück in den Körper geleitet.
Bei einer Peritonealdialyse findet die Blutreinigung in der Bauchhöhle statt – also nicht außerhalb, sondern innerhalb des Körpers.
Über einen Katheter füllt man sich selbst die Dialyseflüssigkeit direkt in die Bauchhöhle ein. Zwischen Blut und Dialyseflüssigkeit befindet sich dann nur noch eine dünne Haut, das Bauchfell (lateinisch: Peritoneum). Diese gut durchblutete Haut kleidet die Bauchhöhle aus und umhüllt Organe wie den Dünn- und Dickdarm. Bei der Peritonealdialyse wird das Bauchfell als semipermeable Membran genutzt: Aus seinen Blutgefäßen wandern die Schadstoffe in die Dialyseflüssigkeit.
Quelle: Dialyse verstehen – selpers