8. Juli 2026

Klinik Donaustadt testet Nierenkrebs-Impfung
In Wien wird derzeit an einer bahnbrechenden Neuerung in der Krebstherapie gearbeitet: Die Klinik Donaustadt nimmt an einer großen internationalen Studie teil, um eine therapeutische Impfung gegen Nierenkrebs zu testen.
Wiener Meilenstein: Die Nierenkrebs-Studie
Ab Ende 2026 startet in der Klinik Donaustadt eine klinische Studie, die das Rückfallrisiko bei Nierenzellkarzinomen drastisch senken soll.
- Der Ansatz: Es handelt sich um eine personalisierte Immuntherapie. Dabei wird aus dem körpereigenen Tumormaterial des Patienten ein individueller Impfstoff hergestellt.
- Das Ziel: Das Immunsystem soll trainiert werden, verbliebene Krebszellen nach einer Operation selbstständig zu erkennen und zu vernichten.
- Vorteile für Patienten: Im Vergleich zu monatelangen Infusionen könnten künftig wenige Impfdosen ausreichen, was die Lebensqualität deutlich erhöht und Nebenwirkungen minimiert.
Forschungskontext in Wien
Wien gilt als internationales Zentrum für onkologische Forschung. Neben der Klinik Donaustadt treiben Institutionen wie die MedUni Wien und das AKH Wien die Entwicklung moderner Immuntherapien voran.
- Internationale Vernetzung: Die aktuelle Studie in der Donaustadt ist Teil eines globalen Projekts mit rund 400 Patienten.
- Individuelle Medizin: Der Fokus liegt auf „maßgeschneiderten“ Behandlungen, bei denen Wirkstoffe oft in winzige Fettbläschen (Liposomen) verpackt werden, um sie zielgenau und sicher in den Körper zu bringen.
Aktueller Stand der Verfügbarkeit
Bisher ist die Nierenkrebs-Impfung noch kein Standard-Impfangebot wie etwa die HPV-Impfung, die in Wien bereits breitflächig und oft kostenfrei angeboten wird. Der Zugang zum Nierenkrebs-Impfstoff erfolgt derzeit ausschließlich über die Teilnahme an klinischen Studien für bereits erkrankte Personen.