Sehr geehrte Mitglieder von Nephro Tirol!

Die chronische Nierenerkrankung stellt mit weltweit schätzungsweise 850 Millionen
Betroffenen eine globale Gesundheitskrise dar. Erst kürzlich hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Bedeutung der Nierengesundheit als zentrales Ziel anerkannt. Damit erhält das wachsende Problem der chronischen Nierenerkrankungen endlich die notwendige Aufmerksamkeit, um entscheidende Verbesserungen in der Versorgung umzusetzen. Es ist essenziell, Nierengesundheit in Screening-Programme zu integrieren, um auch die Tiroler Bevölkerung optimal zu betreuen. Die Zeit des Stillstands in der medikamentösen Behandlung ist vorbei – für viele Erkrankungen stehen mittlerweile neue
und effektivere Therapieoptionen zur Verfügung.
Die Nephrologie Innsbruck ist als interdisziplinäres Team international anerkannt. Unsere Stärke liegt in der engen Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen wie Pflege, Labor und Ärzteschaft. Besonders hervorheben möchte ich die wertvolle Unterstützung durch Selbsthilfegruppen, allen voran Nephro Tirol, für die ausgezeichnete Kooperation. Auch in Zukunft setzen wir alles daran, die bestmögliche Versorgung für Dialysepatientinnen, Transplantierte, chronisch Nierenerkrankte sowie Patientinnen mit seltenen Nierenerkrankungen sicherzustellen. Besonders stolz sind wir auf die Anerkennung als erstes österreichisches Expertisezentrum für seltene Nierenerkrankungen unter der Leitung von Prof. Michael Rudnicki. Unser wissenschaftlicher Fokus bleibt patientenorientiert, und wir beteiligen uns aktiv an klinischen Studien, die die Versorgung weiter verbessern.
Abschließend ist es mir als Tiroler eine große Ehre, die Leitung dieser Abteilung zu
übernehmen. Mein besonderer Dank gilt meinem Vorgänger, Professor Mayer, dessen
Fußstapfen nur schwer auszufüllen sind.
Mit freundlichen Grüßen
Univ. Prof. Dr. Andreas Kronbichler